Kurzbericht von der Delegiertenversammlung 16.07.25 in Fürth

„Ihr seid das Salz der Erde – Demokratie. Im Betrieb. Leben“

Unter diesem Motto trafen sich am 16. Juli 2025 ca. 230 Mitarbeitervertreterinnen und Mitarbeitervertreter der Diakonie in Bayern in der Stadthalle Fürth zur Delegiertenversammlung. 

Nach der Begrüßung durch den Gesamtausschussvorsitzenden Andreas Schutter überbrachte Markus Noll vom Gesamtausschuss Kirche Grüße. Philipp Feichtenbeiner, Finanzvorstand des Diakonischen Werkes Bayern, stellte in seinem Grußwort u.a. die Frage, ob in der Diakonie Demokratie besser gelebt wird als anderswo. Er betonte, gerade weil die Diakonie so hohe Maßstäbe für ein gutes Miteinander setze, führe es immer wieder zu Enttäuschungen, wenn dies nicht gelinge. Hier seien die Mitarbeitendenvertretungen besonders gefragt – als Brücke zwischen Leitung und Mitarbeitenden und als lebensnotwendiges Salz der Demokratie.

Der jährliche Bericht des Gesamtausschusses wurde von den beiden stellvertretenden Vorsitzenden Kinga Marz und Sabine Schluttenhofer vorgestellt.

In seinem anschließenden Impulsvortrag führte Diakon Ulrich Gottwald von der Regionalstelle Augsburg des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt in das Thema des Tages „Demokratie im Betrieb leben“ ein. Demokratie wird auf drei Ebenen sichtbar: Als Herrschaftsform (Gewaltenteilung in einem parlamentarischen System), als Gesellschaftsform (Pluralismus) und als Lebensform (freie Entfaltung der Persönlichkeit).

So waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gut vorbereitet auf die von Ulrich Gottwald moderierte Podiumsdiskussion, bei der sich kompetente Vertreterinnen und Vertreter betrieblicher Interessenvertretungen aller Bereiche präsentierten und in einen lebendigen Austausch kamen. Trotz teilweise konträrer Meinungen gab es am Ende doch einen Konsens: Mitbestimmung lohnt sich und ist unabdingbar auch zum Erlernen und Erleben von Demokratie. 

Nach dem gehaltvollen Vormittagsprogramm und dem Mittagessen gab es eine Überraschung: Der Nürnberger Pfarrer Hannes Schott bot zusammen mit Dekanatskantor Michael Dorn aus Bayreuth eine halbe Stunde lang Kirchenkabarett, in dem er unter anderem – mit entsprechender Perücke ausgestattet – in die Rolle von Schlagerstar Howard Carpendale schlüpfte und in Anlehnung an das Original „Tür an Tür mit Alice“ das Lied „Luther“ vortrug.

Am Nachmittag hatten die Delegierten ausgiebig Gelegenheit, im Foyer der Stadthalle beim Format „Marktplatz“ zu acht verschiedenen Themen mit den Mitgliedern des Gesamtausschusses ins persönliche Gespräch zu kommen und ihre (kritischen) Fragen, Anregungen und Statements an Stellwänden anzubringen. 

Burkhard Schattenmann


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